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Einspeisen von Solarstrom

Maede GmbH
2025-11-20 14:55:00 / Photovoltaik Tipps und Hilfe / Kommentare 0

Einspeisen von Strom

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, kann den erzeugten Strom entweder selbst nutzen, ins öffentliche Stromnetz einspeisen oder beide Möglichkeiten miteinander kombinieren. Welche Option rechnet sich und ist tatsächlich besser - Solarstrom einspeisen oder für den Eigenverbrauch nutzen?

Einspeisen von Strom - so gehts

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, muss entscheiden, ob das Einspeisen von Strom ins öffentliche Netz, der direkte Eigenverbrauch oder eine Mischung aus beidem wirtschaftlich sinnvoller ist. Neben der Einspeisevergütung spielen dabei aktuelle Faktoren, wie Netzentgelte, Vergütungssätze, mögliche Förderungen, Speicherlösungen und die zunehmende Dynamik der Strompreise eine Rolle. Ob also Einspeisen von Strom oder im Haushalt nutzen langfristig das größere Plus bringt, hängt von diesen Parametern ab.

Nulleinspeisung bei Inselanlagen


Bei der Nulleinspeisung wird der gesamte erzeugte Solarstrom selbst genutzt, sodass das Einspeisen von Strom nicht möglich ist. Es wird kein Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Der Eigenverbrauch liegt bei vollen 100%. Eine Einspeisevergütung entfällt in diesem Fall. Dafür profitierst du von der maximalen Eigenstromnutzung und machst dich unabhängiger von den steigenden Strompreisen und sonstigen externen Schwankungen.

Volleinspeisung im Kontrast


Bei der Volleinspeisung einer PV-Anlage wird die gesamte erzeugte Strommenge ins öffentliche Netz eingespeist. Das bedeutet: Du nutzt keinen selbst produzierten Strom im eigenen Haushalt. Diese Form des Einspeisens von Strom ist im privaten Bereich allerdings eher selten, da die meisten Hausbesitzer ihren Solarstrom lieber selbst verbrauchen möchten. Der Eigenverbrauch liegt hier bei 0%. Gerade zu Beginn der Photovoltaikanlagen im privaten Bereich und einer hohen Einspeisevergütung war die Volleinspeisung sehr beliebt.

Warum funktioniert das Einspeisen von Strom?

Damit Solarstrom überhaupt ins öffentliche Netz eingespeist werden kann, ist vor allem eines erforderlich: ein Netzanschluss. Grundsätzlich wird zwischen On-Grid (netzgekoppelten) und Off-Grid (netzunabhängigen) Solaranlagen. Bei netzunabhängigen PV-Anlagen gibt es keine Verbindung zum Stromnetz, daher ist ein Einspeisen von Strom hier nicht möglich. Solche Systeme, wie sie zum Beispiel auf Wohnmobilen, Booten oder an abgelegenen Standorten eingesetzt werden, dienen in der Regel ausschließlich der autarken Stromversorgung.

Anders sieht es bei netzgekoppelten PV-Anlagen aus. Diese On-Grid Variante ist direkt mit dem Stromnetz verbunden und ermöglicht so das Einspeisen von Solarstrom. Für den Netzanschluss ist die Installation durch einen qualifizierten Fachbetrieb notwendig, um eine sichere und korrekte Verbindung zwischen der PV-Anlage und dem öffentlichen Netz zu gewährleisten. Zudem müssen On-Grid-Anlagen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, und der örtliche Stromversorger wird über den neuen Anschluss informiert. Dies stellt sicher, dass bei Stromausfällen oder Wartungsarbeiten ein reibungsloser Betrieb und eine schnelle Wiederaufnahme der Stromversorgung gewährleistet sind. 

Und so funktioniert Eigenverbrauch mit Solarstrom

Das Gegenstück zum Einspeisen von Strom ist der Eigenverbrauch von Solarstrom. Viele Hausbesitzer fragen sich daher: Lohnt es sich eher, Solarstrom ins Netz einzuspeisen oder selbst zu nutzen? Denn auch beim Eigenverbrauch gibt es einige Unterschiede, die es zu beachten gilt.

  • Grundprinzip Eigenverbrauch Solarstrom: Der Eigenverbrauch bei einer Photovoltaikanlage beschreibt, wie viel des erzeugten Solarstroms direkt im eigenen Haushalt verwendet wird. Die gesamte Stromproduktion entspricht 100%, davon wird ein Teil für Heizung, Beleuchtung oder das Laden von Geräten genutzt. Der verbleibende Anteil wird ins Stromnetz eingespeist.
  • Anteil im Eigenverbrauch: Es gibt keinen festen Wert für den Eigenverbrauch - er variiert je nach Haushalt und Verbrauchsverhalten. In Deutschland liegt der durchschnittliche Eigenverbrauch bei 25-30%. Mit einem Solarstromspeicher kann dieser Anteil deutlich steigen. Bis zu 60-80% des selbst erzeugten Stroms werden dann im eigenen Haushalt genutzt, während der überschüssige Strom weiterhin ins Netz eingespeist werden kann. 
  • Je höher der Eigenverbrauch, je größer der Nutzen: Je höher der Anteil des selbst genutzten Solarstroms, desto effizienter wird die kostenlose Energie aus der Photovoltaikanlage verwendet. Gleichzeitig steigt der finanzielle Nutzen einer Investition, da weniger Strom ins Netz eingespeist werden muss, um die Stromkosten zu senken.
  • Unabhängigkeit und Flexibilität: Ein hoher Eigenverbrauch von Solarstrom reduziert die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Dadurch bleibt deine private Stromrechnung stabiler, da du weniger anfällig für schwankende Strompreise bist. 

Eigenverbrauch ≠ Autarkie: Eigenverbrauch beschreibt nur den Anteil des Solarstroms, der direkt im Haushalt genutzt wird. Autarkie hingegen umfasst den gesamten Strombedarf eines Haushalts - also den Mix aus eigen erzeugtem Solarstrom und Netzstrom. Der Autarkiegrad liegt in der Regel unterhalb des Eigenverbrauchs.

  • 100% Eigenverbrauch? : Wenn der Eigenverbrauch bei 100% liegt, handelt es sich meist um eine Inselsolaranlage, die vollständig unabhängig vom öffentlichen Netz arbeitet und daher keinen Strom einspeist. 

Solarstrom einspeisen oder selbst nutzen? Was lohnt sich jetzt wirklich?


Noch vor einigen Jahren war es üblich, den Großteil des erzeugten Solarstroms ins Netz einzuspeisen und dafür die fest garantierte Vergütung über 20 Jahre zu erhalten. Heute sieht die Situation anders aus. Der Wegfall der EEG-Umlage, die sinkende Einspeisevergütung und gleichzeitig steigende Strompreise machen den Eigenverbrauch von Solarstrom zunehmend attraktiver. Auch die Anschaffungskosten für PV-Anlagen sind im Vergleich zu den Anfangsjahren deutlich gesunken. Zudem ist Strom aus der eigenen PV-Anlage schon seit über einem Jahrzehnt günstiger als Netzstrom. 

Wenn du dich fragst, Solarstrom einspeisen oder selbst verbrauchen, lautet die Empfehlung trotzdem klar PRO Solarstrom. Nutze so viel Solarstrom, wie möglich selbst. Eine sorgfältige Planung deiner Photovoltaikanlage nach deinen individuellen Verbrauchsprofil oder die Nachrüstung mit einem Solarspeicher kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. 100% Eigenverbrauch ist für den üblichen Haushalt zwar selten zu erreichen, dennoch kann die Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisen von Strom sehr rentabel sein. Wichtig ist, dass du das Verhältnis zugunsten des Eigenverbrauchs gestaltest - nutze mehr Solarstrom selbst, bevor du ihn verschwendest und ins öffentliche Netz einspeist. 

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